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Die Historischen Räume im Stadtschoss Fulda

Den glanzvollen Mittelpunkt unter den profanen Bauwerken Fuldas bildet das Stadtschloss, die ehemalige Residenz der Fuldaer Fürstäbte und Fürstbischöfe. Das heutige barocke Schloss wurde als Vierflügelanlage mit zwei Seitenflügeln, die einen Ehrenhof einfassen, in den Jahren 1708 bis 1714 erweitert. Der Baumeister der Schlossanlage, die aus den Vorgängerbauten entstand, war Johann Dientzenhofer, der auch den barocken Dom erbaute. Sein Auftraggeber war Fürstabt Adalbert von Schleifras.

Der Großteil des Schlosses dient heute als Sitz der Stadtverwaltung. Einige Teile wurden als Historische Räume rekonstruiert, die einen Blick in die Lebenswelt des Absolutismus bieten. Das Herzstück des Rundganges bildet der Wohntrakt der Fuldaer Fürstäbte und Fürstbischöfe des 18. Jahrhunderts.

Ganz nach individuellem Interesse und im eigenen Tempo können sich die Nutzerinnen und Nutzer des digitalen Angebots durch die musealen Räume im südlichen Ehrenhofflügel klicken, die ihren Namen „Spiegelsäle“ der reichen Ausstattung an Spiegeln verdanken. Die Abfolge von Privat- und Repräsentationsräumen war einst fürstliche Wohnung, wurde um 1730 eingerichtet und nach 1756 im Stil des Rokoko umgestaltet. Nach dem Vorzimmer betreten Besucherinnen und Besucher zunächst den Dalbergsaal, der dem Fürsten und seinen Gästen als Speisezimmer diente. Das sich anschließende Dianazimmer (Blaues Zimmer) bildet den Vorraum zum Audienzzimmer, das mit einer rotgoldenen Seidentapete und einem prächtigen Holzfußboden mit Einlegearbeiten ausgestattet ist. Vom fürstlichen Schlafzimmer aus blickt man in das Spiegelkabinett, das mit über 420 Spiegeln und Bildern in Rocaille-Rahmungen bestückt ist. Sie entfalten ihre Pracht vor einer roten Seidendamast-Tapete. Weitere Stationen des Rundgangs sind das Arbeitszimmer, das Rote Zimmer, in dem Gemälde aus der Sammlung Konrad Hahne an den Stifter des heutigen Vonderau Museums Fulda erinnern. Zur erlesenen Sammlung der Historischen Räume zählen auch die Fayencen und Porzellane aus den Fuldaer Manufakturen, die kurze Zeit hochwertige Stücke produzierten. Diese werden ergänzt durch die Porzellane der Sammlung Prof. Nieth, die im Vorraum zur Kapelle zu entdecken sind.

 

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